Corporate News: Medical Columbus AG schließt Vertrag zur Veräußerung eines wesentlichen Teils ihres Vermögens mit der GHX Europe GmbH ab

Königstein im Taunus, 10. Juli 2018

 Im Rahmen der Ad-Hoc Meldung vom 02.02.2018 und der im Geschäftsbericht 2017 präzisierten Strategie, wägt die Medical Columbus AG seit einiger Zeit strategische Handlungsoptionen über die Fortführung des eigenen Geschäftes ab.

Der Vorstand Herr Isenberg kommentiert: „Die Veränderungen des Marktumfeldes in den letzten Monaten haben die Notwendigkeit der Konsolidierung unseres ursprünglichen Geschäfts zur Folge gemacht. Mit dem Kauf der wesentlichen Vermögenswerte der Medical Columbus AG durch die GHX Europe haben wir eine Lösung gefunden, die für beide Seiten vorteilhaft ist. Die GHX Europe ist seit langem ein direkter Wettbewerber, der die Mitarbeiter und wesentlichen Assets der Medical Columbus AG übernehmen und das Geschäft unverändert fortführen wird.“ Herr Isenberg wird bei der Medical Columbus AG verbleiben und in einer Übergangsphase zur erfolgreichen Integration der Vermögenswerte bei der GHX beitragen.

 Der Kaufpreis für die Vermögenswerte beträgt 12,2 Mio. Euro. Zusätzlich ist ein weiterer Kaufpreis in Form einer sog. Earn-Out Regelung in Höhe von 6,5 Mio. Euro vereinbart, sollten bestimmte Ziele bis zum 30. Juni 2019 erreicht werden. Der durch den Verkauf erzielte Reinerlös wird durch anfallende Steuern und weitere Transaktionsnebenkosten gemindert. Vorstand und Aufsichtsrat schätzen nach heutigem Kenntnisstand, dass der Reinerlös der Transaktion nach Steuern, Transaktionskosten und Tantiemeregelung für den Vorstand und nach erfolgtem Vollzug in 2019 bei ca. 10 Mio. Euro (ohne Earn-Out) bzw. ca. 14 Mio. Euro (bei Eintritt der Voraussetzungen für den Earn-Out) betragen sollte.

 Das Vermögen der Gesellschaft wird nach dem erfolgreichen Abschluss der Transaktion im Wesentlichen aus Barmitteln und der Beteiligung an der MEDIQON in Hannover bestehen. Die Gesellschaft erwägt, Aktionären, die dem veränderten Fokus des Geschäfts mit der MEDIQON nicht folgen wollen, nach Abschluss der Transaktion im gesetzlich zulässigen Rahmen über ein Aktienrückkaufprogramm Gelegenheit zur Veräußerung ihrer Aktien zu geben.

 Die vor zwei Jahren gegründete Tochtergesellschaft MEDIQON in Hannover hat mittlerweile ein respektiertes Produktangebot aufgebaut und bereits zahlreiche Kunden gewonnen. MEDIQON bietet Krankenhäusern Lösungen zur erfolgreichen strategischen Ausrichtung und operativen Steuerung und nutzt dafür modernste Data Science und visual Analytikverfahren in Kombination mit umfangreichen Referenzdatenbeständen. Auf Grund der erfolgreichen Entwicklung der MEDIQON haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, die zufließenden Mittel insbesondere in die Ausweitung des Geschäfts der MEDIQON zu investieren. 

 Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Mathias Saggau kommentiert: „Die MEDIQON hat sich in den vergangenen zwei Jahren hervorragend entwickelt. Das Team um Frau Bahareh Razavi und Herrn Dr. Dirk Elmhorst haben in kurzer Zeit viel erreicht. Mit den zufließenden Mitteln können wir das Wachstum der MEDIQON beschleunigen und die sich am Markt bietenden Chancen besser wahrnehmen. Gleichzeitig wollen wir allen Aktionären mit einem, für nach der Transaktion geplanten, Aktienrückkaufprogramm die freie und faire Wahl lassen, ob Sie an der neuen Unternehmensstrategie teilnehmen oder Ihre Aktien verkaufen wollen.“   

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